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A Rose has faded, but a Legend is born!

Hammerschloss Röthenbach

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Hammerschloss und Landsassengut Röthenbach                          

 Im Mittelalter soll in Röthenbach vorübergehend eine Bleischmelze bestanden haben.

Später wurde an der Stelle ein Eisenhammer errichtet, mit dem 1387 Hammermeister Otto Hayden der Hammereinigung beitrat. Er besaß   auch den Hammer Gröthschenreuth bei Erbendorf und war ein sehr vermögender Mann. Er heiratete Katharina Haller von Nürnberg, deren Vater Ulrich einer der reichsten Männer seiner Zeit war. Die Hayden waren Nürnberger Bürger, Angehörige des Geschlechts saßen aber schon im 14. Jahrhundert als angesehene Bürger in Amberg, Sulzbach und Neunburg v. Wald und waren mit Ihren Hammerwerken und als Eisengroßhändler einflussreich in der oberpfälzischen Eisenindustrie.

Auf Otto Hayden folgt als Besitzer Röthenbachs der aus der Grafschaft Vohburg stammende Friedrich Gnendorfer von Wackerstein, der bereits 1410 dort genannt wird. Er starb um 1430 und hinterließ den Hammer (  er hatte keine Söhne ) seiner Witwe Dorothea und seiner gleichnamigen Tochter. Der Hammer scheint kurz danach von den Hussiten heimgesucht und verbrannt worden zu sein, denn 1433 verleihen Friedrich, Markgraf zu Brandenburg und Pfalzgraf Johann an den Gnendorfers Witwe Dorothea für den erlittenen Brandschaden am Hammer Röthenbach zum Wiederaufbau Holzgerechtsame (Erlaubnis zum Holz schlagen )gegen ein Darlehen von 100 Gulden.

Die Tochter Dorothea heiratet um 1439 den vermutlich aus Amberg stammenden Georg Sauerzapf. Er dürfte sehr wahrscheinlich ein Sohn des reichen Amberger Großkaufmanns und Eisenhändlers Dietrich Sauerzapf gewesen sein. Georg Sauerzapf war nicht nur ein angesehener Handelsherr, sondern auch ein rühriger Unternehmer der den Hammer Röthenbach auf höchste Leistungsfähigkeit brachte und bald  zu einem bedeutenden Vermögen kam. Er starb etwa 53 Jahre alt, im Jahre 1469.

Sein Sohn und Nachfolger Friedrich, kauft viele Äcker und Wiesen auf und legte damit den Grundstein zum späteren Landsassengut Röthenbach.

Friedrich war in erster Ehe mit Barbara von Pappenberg verheiratet gewesen, die ihm eine Tochter, Katharina, schenkte, die später einen Herrn von Grafenreuther heiratete.

Wann Friedrichs erste Frau starb, ist nicht bekannt; in zweiter Ehe nahm er Katharina, eine Schwägerin des Felix Fraislich von Amberg zur Frau. Katharina überlebte Friedrich und ehelichte später den Niclas Hauleib, Stadtschreiber von Auerbach und Eschenbach. Dieser wird schon 1503 als Besitzer des Hammers Röthenbach genannt.

Söhne scheint er nicht hinterlassen zu haben denn auf ihn folgen 1532 Friedrich und Christoph, die Pappenberger zu Unterfrankenhohe. Diese betrieben den Hammer und das Gut jedoch nicht selbst, sie verkauften es 1539 an Paul Kastner. Sein Nachfolger war  Sohn Daniel , der zweimal verheiratet war. In erster Ehe mit Dorothea, der Tochter des Wilhelm Schlüsselfelder von Nürnberg, sie verstarb wenige Monate nach der Hochzeit kinderlos. 1576 heiratete er Ursula Nützel, der Tochter des Nürnberger Patriziers Casper Nützel der Ältere. Dieser Ehe entsprangen zehn Kinder.

Daniel Castner starb im Alter von fast 80 Jahren 1622, und Gut und Hammer Röthenbach mit Zugehörungen gingen auf seine Tochter bzw. deren Ehemann über.

In der Erbauseinandersetzung nach dem Tod Anna Marias verkaufte ihr Schwiegersohn Johann Friedrich Schmidt, den Hammer und das Gut an Hauptmann im Delacron`schen Dragonerregmint Johann Paul Abel Mosen. Dessen Witwe Anna Elisabet, nahm in zweiter Ehe den Johann Georg Kögler, Leutnant im Zaick`schen Regiment zum Ehemann.

Auch dieser besaß Röthenbach nicht lange; 1651 wird Bernhard von Reidt als Besitzer genannt. 1670 wurde das Gut an Hans Andreas von Schönstedt verkauft.

Dieser erbaute 1678 das noch heute bestehende Schloßgebäude, die anstoßende Schlosskapelle „Maria Empfängnis“ wurde 1726 von der Freifrau Johanna von Schönstedt errichtet.

Hans Andreas Sohn Rudolf Heinrich geb. 1669 starb 1718, dessen Sohn verkaufte 1751 Röthenbach an den Hammermeister Johann Ertl zu Altenweiher.

Dessen Sohn und Erbe Johann Michael heiratete später Rosina von Kieswetter, er starb 1786. Seine Witwe verkauft das Gut an Ihre Tochter Anna Maria, die mit einem Herren von Grafenstein verheiratet war.

1759 wird zum ersten Mal die Spiegelglasschleife am Schmelzweiher erwähnt.

Im Jahre 1843 wird von Franz Johann von Grafenstein die „von Grafensteinsche Schloßbrauerei Röthenbach“ gegründet. Diese existiert bis ins Jahr 1960.

1890 wurde im Schlosspark durch einen Generaloberst v. G., aus Dankbarkeit für die Genesung seiner Tochter, eine Holzkapelle errichtet.

Herrmann von Grafenstein heiratete etwa im Jahr 1907 Katharina Rasel aus Amberg, der Ehe entsprangen zwei Kinder Eduard, der Erbe und Maria. Im Jahre 1909 wurde das Schloss neu renoviert. Im darauf folgenden Jahr brannte die Spirituosenbrennerei ab, die anschließend in einer veränderten Form wieder aufgebaut wurde. Eduard heiratet Gertrud eine geborene Rummel, deren Tochter Christine von Grafenstein verkaufte im Jahr 2007 das Anwesen an den Unternehmer Raymond Grassick . Ein aus Dublin stammender Ire, seine zweite Ehefrau Kathrin, geborene Weigl, stammt aus Amberg. Raymond Grassick besitzt unter anderem das

Hotel zur gold`nen Krone in Amberg.

Im Jahr 2008, kurz nach Kauf des Anwesens begann er zu renovieren

Weiter Informationen über den geschichtlichen Werdegang von Röthenbach finden Sie von Burkhard von Grafenstein unter

http://grafenstein.wordpress.com/

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